Fünf Dörfer, eine Bahnlinie, drei Tage: das Programm schreibt sich von selbst. Was sich nicht von selbst schreibt, ist das Budget — denn 2026 hat sich die Parkkarte geändert, und ihr Preis hängt nun vom gewählten Datum ab. Dieselbe 3-Tage-Karte für Erwachsene kostet 49 € oder 81 €. So wählen Sie sie — und deshalb hat das Auto hier nichts zu suchen.
💶 Transparenz: Dieser Artikel enthält einen einzigen Partnerlink, und er steht nur in dem Absatz, in dem er ein echtes Bedürfnis beantwortet. Wenn Sie darüber buchen, erhalten wir eine Provision, ohne Mehrkosten für Sie. Überall sonst schicken wir Sie zum Ticketverkauf des Parks und zu den Bahnhöfen, wo wir nichts verdienen.
Die Entscheidung, die alle drei Tage prägt: nicht mit dem Auto kommen
Die fünf Dörfer sind in Schluchten gebaut, die zum Meer hinabführen. Ihre Gassen sind eng, oft gesperrt, und die Parkplätze liegen oberhalb der Häuser. Sie parken weit weg, zahlen dafür, gehen hinunter — und abends wieder hinauf.

Der Zug verbindet die fünf Dörfer derweil in Minuten und setzt Sie mitten in jedem ab. Die Linie folgt der Küste und fährt den größten Teil im Tunnel: Das ist kein Panorama, das ist ein waagerechter Aufzug — und genau den braucht man.
🟢 Wer mit dem Auto anreist, entscheidet einfach: für die drei Tage in La Spezia oder Levanto stehen lassen und nicht mehr anrühren. Die beiden Städte rahmen die Linie ein, haben echte Parkkapazitäten und sind deutlich günstiger zum Übernachten als die fünf Dörfer.
Die Parkkarte hat sich 2026 geändert — und ihr Preis hängt vom Datum ab
Das ist der Punkt, den fast kein Reiseführer aktualisiert hat. Zwei Änderungen, beide folgenreich.
Erstens: Die Kategorie „Plus“ ist weg. Es bleiben zwei Formeln — die Treno Card mit Regionalzügen und die Trekking Card ohne Zug. Wenn ein Artikel Ihnen noch die Plus anbietet, ist er veraltet, und seine Preise sind es vermutlich auch.
Zweitens, und das ist die teure Änderung: Der Tarif folgt der Nachfrage. Der Park teilt das Jahr in drei fasce — A, B und C —, und der Preis richtet sich nach dem erwarteten Andrang an Ihrem Datum.
| Profil | 1 Tag | 2 Tage | 3 Tage |
|---|---|---|---|
| Erwachsene (12-69) | 22,00 – 35,00 € | 36,50 – 61,00 € | 49,00 – 81,00 € |
| Kind (4-12) | 15,00 – 23,50 € | 24,50 – 40,50 € | 33,00 – 53,50 € |
| Senioren (70+) | 18,50 – 29,50 € | 30,50 – 51,00 € | 41,00 – 67,50 € |
| Familie (2 Erwachsene + Kinder) | 56,50 – 91,50 € | 94,00 – 159,00 € | 125,50 – 210,50 € |
⚠️ Lesen Sie die Zeile „Erwachsene, 3 Tage“: 49 € oder 81 €. Dasselbe Produkt, +65 % je nach Datum. Für eine vierköpfige Familie liegt der Unterschied zwischen einer Woche und der nächsten im zweistelligen Bereich. Sehen Sie sich den Stufenkalender des Parks an, bevor Sie die Daten festlegen, nicht danach.
📌 Was die Karte enthält, und es ist nicht nur der Zug: unbegrenzt Regionalzüge 2. Klasse zwischen La Spezia, den fünf Dörfern und Levanto, Zugang zum Weg Verde Azzurro und zur Via dell’Amore, Parkbusse, zwei Museen, WLAN und Toiletten.
Karte oder Einzelfahrschein? Die Rechnung — und ihr eigentliches Kriterium
Der Einzelfahrschein ist ein Pauschaltarif: 5 bis 10 € je nach Zeitraum, unabhängig von den Bahnhöfen auf der Strecke Levanto ↔ Cinque Terre ↔ La Spezia. Kinder von 4 bis 11 Jahren zahlen die Hälfte. Eine Station kostet also so viel wie die ganze Strecke.
🟢 Das eigentliche Kriterium ist aber nicht die Zahl der Fahrten. Es ist diese Frage: Gehen Sie die kostenpflichtigen Abschnitte?
- Ja, Sie wandern. Die Karte ist der einfache Zugang zu den kostenpflichtigen Wegen. Die Zugrechnung ist zweitrangig: nehmen.
- Nein, Sie wandern nicht und fahren zweimal täglich. Rechnen Sie ernsthaft nach: Zwei bis drei Tagesfahrscheine können unter der Tageskarte liegen, besonders in hoher Stufe.
Ein praktischer Hinweis: Einzelfahrscheine gibt es an den Automaten der Bahnhöfe, und zu Stoßzeiten steht man an. Wer auf Fahrscheine setzt, kauft die des Tages morgens, auf einmal.
Anreise und Übernachtung
Die Cinque Terre erreicht man über La Spezia im Süden oder Levanto im Norden, beide an der Linie. Von Pisa oder Genua fährt der Regionalzug häufig, ist günstig und setzt Sie direkt dort ab: die normale Lösung, und die, die wir empfehlen.
Sie hat eine ehrliche Grenze: eine späte Ankunft am Flughafen Pisa oder Genua, nach dem letzten Regionalzug, mit Gepäck und Kindern. Nur in diesem Fall erspart Ihnen ein vorab gebuchter privater Transfer eine zusätzliche Hotelnacht am Flughafen. Prüfen Sie zuerst die letzte Zugverbindung: In neun von zehn Fällen fährt er noch.
🟢 Wo übernachten: La Spezia und Levanto sind deutlich günstiger als die fünf Dörfer, und Sie sind ohnehin Minuten mit dem Zug entfernt. In einem Dorf zu schlafen kostet mehr — dafür gehört es Ihnen bei Tagesanbruch und nach Einbruch der Dunkelheit, wenn die Züge alle wieder mitgenommen haben. Das ist eine echte Abwägung, keine Selbstverständlichkeit.
Tag 1 — Riomaggiore, Manarola und ein zu buchendes Zeitfenster
Wir beginnen im Süden. Riomaggiore ist das erste Dorf von La Spezia aus: eine einzige Gasse, die zwischen gestapelten Häusern zum Hafen hinabführt, und eine kleine Mole, auf der man den Tag ausklingen lässt.

⚠️ Hier beginnt die Via dell’Amore, und sie muss gebucht werden. 2026 erfolgt der Zugang über ein Zeitfenster in Viertelstundenschritten, und für Besucher gilt eine Richtung: von Riomaggiore nach Manarola. Buchen Sie das Fenster, bevor Sie den Tag planen: Es bestimmt, wann Sie in Riomaggiore sein müssen, nicht umgekehrt.
Der Weg ist kurz und leicht, in den Fels über dem Wasser geschnitten. Er endet in Manarola, wohl dem fotogensten der fünf: Der Aussichtspunkt, den man nicht verpassen sollte, ist der kleine Vorsprung rechts vom Hafen, am späten Nachmittag, wenn das Licht frontal auf die Fassaden fällt.
Tag 2 — der Sentiero Azzurro und die Schuhregel
Der zweite Tag ist der Wandertag, zwischen Monterosso, Vernazza und Corniglia. Das ist der von der Karte abgedeckte Abschnitt des Sentiero Verde Azzurro — und der einzige Ort, von dem aus die Dörfer aussehen wie auf den Fotos: von oben, von der Steilküste.

⛔ Eine Regel, die man vorher kennen sollte: Flip-Flops, Sandalen und offene Schuhe sind auf den Wegen seit 2019 verboten. Die Verordnung sieht bis zu 2 500 € vor; in der Praxis werden eher 50 bis 100 € berichtet. Wir nennen beide Zahlen, weil sie Verschiedenes sagen: die erste ist die Obergrenze des Textes, die zweite das, was geschieht.
Und die Regel ist begründet: Manche Abschnitte überwinden mehr als 400 Höhenmeter, mit natürlichen Stufen, freiliegenden Wurzeln und lehmigem Boden, der nach Regen rutschig wird. Turnschuhe mit profilierter Sohle genügen — Bergschuhe verlangt niemand.

📌 Corniglia verdient eine eigene Warnung. Es ist das einzige der fünf ohne direkten Zugang zum Meer und das einzige, dessen Bahnhof unterhalb liegt: rund 380 Stufen hinauf oder mit dem Parkshuttle. Nicht unüberwindbar, aber besser vorher zu wissen, als spät am Tag mit müden Beinen dort anzukommen.
Tag 3 — Monterosso, der Strand und das Boot
Wir enden im Norden, und das nicht zufällig. Monterosso al Mare ist das größte der fünf, das flachste und das einzige mit einem echten Sandstrand. Nach zwei Tagen Treppen ist das der richtige Abschluss.

🟢 Und wenn das Wetter mitspielt, nehmen Sie das Boot. Die Schiffe verbinden die Dörfer und geben den einen Blick, den weder Zug noch Wege bieten: alle fünf Dörfer vom Meer aus, im Ganzen. ⚠️ Beachten Sie: Das Boot ist nicht in der Cinque Terre Card enthalten — es wird am Kai bezahlt — und die Fahrten entfallen, sobald die See aufkommt. Eine schöne Gelegenheit, wenn sie sich bietet, aber kein Plan, auf dem man einen Tag aufbaut.
Bleibt noch Zeit, fahren Sie weiter nach Portovenere, südlich von La Spezia: außerhalb der fünf Dörfer, außerhalb des Andrangs — und im Sonnenuntergang oft schöner als alles, was Sie in drei Tagen gesehen haben.
