Für eine erste Japanreise reicht meist eine reine Daten-eSIM mit 5 bis 10 GB für 30 Tage – bei Saily kosten diese beiden Stufen 10,99 $ und 17,99 $ (Listenpreise laut Vergleichsseiten, Stand September 2026). Installieren Sie das Profil zu Hause im WLAN, einige Tage vor dem Abflug, und schalten Sie die Leitung erst nach der Landung ein. Die größte Falle ist das Netz: Saily nennt für Japan KDDI (au) und SoftBank, nicht docomo. In Tokio, Kyoto und Osaka spielt das kaum eine Rolle, in den Japanischen Alpen, auf dem Kumano Kodo oder im Landesinneren von Hokkaido schon.
Das Wichtigste in Zahlen (gelesen am 6. Oktober 2026, Quellen im Text):
- Saily Japan: 5 GB / 30 Tage 10,99 $ · 10 GB / 30 Tage 17,99 $ (Listenpreise laut Vergleichsseiten, September 2026).
- Alternativen: Pocket-WiFi 18.300 ¥ für 14 Tage (docomo-Netz) · SIM-Karte in Narita 16 bis 33 $.
- Bewertung: 4,7 von 5 bei Trustpilot, 31.968 Bewertungen.
- Das Netz: laut Saily-Seite KDDI (au) und SoftBank – nicht docomo.
Was Sie buchen sollten – und wann
Wer Japan auf der klassischen Route bereist – Tokio, Kyoto, Osaka, vielleicht Hiroshima, wie in unserer Rundreise für zwei Wochen – und nur ein Smartphone benutzt, braucht keine japanische Rufnummer. Eine reine Daten-eSIM genügt: ein Tarif, der als Profil aufs Handy geladen wird. Keine Plastikkarte, kein Schalter am Flughafen, kein Tausch der SIM.
Welche Datenmenge? Das hängt von Ihnen ab, deshalb ist das hier eine Faustregel und keine Messung: Für zwei Wochen mit Karten, Messenger, Übersetzer und Fotos sind 5 bis 10 GB für 30 Tage ein vernünftiger Ausgangspunkt. Wer unterwegs Videos streamt oder das Handy als Hotspot für den Laptop nutzt, geht eine Stufe höher. Die aktuellen Japan-Tarife von Saily gibt es mit 3, 5, 10 und 20 GB für 30 Tage sowie als Unlimited-Variante – die Preise stehen weiter unten.
Der Zeitpunkt ist einfach: einige Tage vor dem Abflug bestellen, zu Hause im WLAN installieren und die Leitung ausgeschaltet lassen, bis das Flugzeug in Japan gelandet ist. So haben Sie schon im Terminal Karte, Messenger und Taxi-App, und am Flughafen müssen Sie nichts kaufen und nichts vergleichen.
eSIM, Pocket-WiFi, SIM-Karte oder Roaming?
Vier Wege führen zu mobilem Internet in Japan. Die Tabelle stellt sie nebeneinander; Quellen und Stand der Preise stehen in der Tabellenlegende.

| Option | Preis (gelesen am 6.10.2026) | Netz | Gut zu wissen |
|---|---|---|---|
| Daten-eSIM (Saily) | 3 GB / 30 Tage: 7,99 $ · 10 GB / 30 Tage: 17,99 $ | KDDI (au) und SoftBank laut Saily-Seite, kein docomo | Vor dem Abflug installierbar · Hotspot erlaubt · keine Rufnummer |
| Pocket-WiFi (Sakura Mobile) | 7 Tage: 9.900 ¥ · 14 Tage: 18.300 ¥ · 30 Tage: 37.500 ¥ | docomo 4G/LTE | Unbegrenzt, bis zu 15 Geräte · Rückgabe im Umschlag per Postbriefkasten · ein Gerät mehr zum Laden |
| Pocket-WiFi (Japan Wireless) | ab 4,7 $ pro Tag | SoftBank 4G | Abholung an sechs Flughäfen · Rückgabe im vorfrankierten Umschlag |
| Prepaid-SIM am Flughafen Narita | 16 bis 33 $ · rund 26 $ für 7 Tage | je nach Anbieter | Reisepass nötig (nicht bei SoftBank-Prepaid) · die SIM-Karte muss getauscht werden |
| Roaming Ihres Heimattarifs | laut Preisliste Ihres Anbieters | Partnernetz Ihres Anbieters | EU-Roaming zum Inlandspreis gilt in Japan nicht |
Pocket-WiFi lohnt sich vor allem, wenn mehrere Geräte oder mehrere Personen sich ein Gerät teilen, oder wenn Sie bewusst das docomo-Netz wollen. Der Preis dafür ist ein weiteres Gerät, das geladen, mitgenommen und am Ende in einen Postbriefkasten geworfen werden muss. Für Einzelreisende und Paare mit je einem Handy ist die eSIM einfacher: Es gibt nichts zurückzugeben.
Das Roaming Ihres Heimatanbieters ist die bequemste und oft teuerste Lösung. Die Regel „Roam like at Home“ gilt laut EU-Kommission in den 27 EU-Staaten sowie in Island, Liechtenstein, Norwegen, der Ukraine und Moldau – nicht in Japan. Was Ihr Anbieter dort verlangt, steht in seiner Preisliste; schauen Sie nach, bevor Sie sich darauf verlassen.
docomo, au, SoftBank: welches Netz zählt?

Japan hat vier Netzbetreiber: NTT docomo, au (KDDI), SoftBank und Rakuten Mobile. Eine Reise-eSIM besitzt keine eigenen Antennen, sie nutzt eines dieser Netze. Für Messwerte halten wir uns an Opensignal und den Bericht vom April 2026 (Messzeitraum 1. Januar bis 31. März 2026).
Die Ergebnisse sind verteilt: au gewinnt die Auszeichnungen für gleichbleibende Qualität (88,3 Prozent, einen Prozentpunkt vor SoftBank) und für Zuverlässigkeit (967 von 1.000 Punkten). SoftBank gewinnt bei der Download-Geschwindigkeit. docomo gewinnt die Kategorie Abdeckung und hat laut Opensignal den größten Versorgungsbereich in besiedelten Gebieten. Beim Video-Streaming bewertet Opensignal alle vier Betreiber mit „sehr gut“.
Für Reisende heißt das: In den Städten und entlang der Hauptstrecken genügt jedes der drei großen Netze. Unterschiede zeigen sich abseits davon, und dort liegt docomo vorn. Zwei Vergleichsseiten – beide verkaufen selbst eSIMs und sind deshalb keine neutralen Zeugen – nennen docomo als stärkstes Netz in den Alpen, auf Berg- und Pilgerpfaden und im Landesinneren von Hokkaido; SoftBank sei dort dünner.

Und Saily? Auf seiner Japan-Seite nennt das Unternehmen KDDI (au) und SoftBank als Partnernetze, mit 4G/LTE und 5G, wo verfügbar – so gibt ein Vergleich vom 15. September 2026 die Seite wieder; selbst lesen konnten wir sie nicht, weil sie Roboter aussperrt. docomo steht dort nicht, und ein älterer Vergleich vom Mai 2026 nennt nur SoftBank. Für die Städte passt das zu den Messungen oben: au liegt bei Zuverlässigkeit und gleichbleibender Qualität vorn, SoftBank bei der Download-Geschwindigkeit. Opensignal misst allerdings die eigenen Kunden der Betreiber, nicht Reise-eSIMs. Für Tokio, Kyoto, Osaka und die Shinkansen-Strecke dazwischen ist die Netzfrage damit nach unserer Lesart erledigt. Wer abseits wandert, fragt vor dem Kauf den Kundendienst, welches Netz die Formel dort nutzt – oder wählt eine docomo-Lösung (mehr dazu im letzten Abschnitt).
Die Preise: was Saily für Japan verlangt
Die Tabelle zeigt die Saily-Tarife für Japan, wie unabhängige Vergleichsseiten sie bestätigen. Die Seite von Saily selbst ist für Roboter gesperrt, wir konnten sie deshalb nicht nachlesen; der Preis auf der Bestellseite ist maßgeblich.
| Tarif | Listenpreis (USD) | Europäischer Shop (EUR) |
|---|---|---|
| 1 GB · 7 Tage | 3,99 $ | 3,49 € |
| 3 GB · 30 Tage | 7,99 $ | 6,99 € |
| 5 GB · 30 Tage | 10,99 $ | 9,99 € |
| 10 GB · 30 Tage | 17,99 $ | 15,99 € |
| 20 GB · 30 Tage | 24,99 $ | 21,99 € |
| Unlimited · 5 bis 30 Tage | 18,99 $ bis 71,99 $ | 16,99 € bis 63,99 € |
Was dazugehört, laut diesen Vergleichen: Hotspot und Tethering sind erlaubt und zählen auf dasselbe Datenvolumen. Die Tarife sind reine Daten-Tarife ohne Nummer, SMS und Telefonie. Bei den Unlimited-Tarifen gelten 5 GB pro Tag in voller Geschwindigkeit, danach bis zum Tagesende höchstens 1 Mbit/s. Ein Vergleich schreibt, die Laufzeit beginne erst mit der ersten Verbindung in Japan; ein anderer, ein nicht genutzter Tarif warte bis zu 180 Tage, bevor er sich selbst aktiviert. Lesen Sie die Bedingungen im Bestellvorgang nach.
Im Marktvergleich ist Saily kein Sonderangebot: Eine Übersicht von Japan Wireless (24. September 2026) nennt für 10 GB / 30 Tage 16 bis 18 $; die 17,99 $ von Saily liegen mittendrin. Gründe für den Anbieter sind andere: Bei Trustpilot steht Saily am 6. Oktober 2026 bei 4,7 von 5 Punkten, bei 31.968 Bewertungen, und das Unternehmen antwortet dort laut Trustpilot meist binnen 24 Stunden. Der Kundendienst ist laut einem Test vom Juli 2026 per Chat und E-Mail rund um die Uhr erreichbar, und hinter Saily steht Nord Security, die Firma von NordVPN. Vergleichen Sie trotzdem: Dafür ist die Tabelle oben da.
Im Gesamtbudget ist die eSIM ein kleiner Posten – siehe die Kosten für zwei Wochen Japan.
Die Fallen – und wie Sie sie vermeiden
Ein kompatibles, entsperrtes Handy. Laut Apple unterstützen das iPhone XS, XS Max, XR und alle neueren Modelle eSIM; bei in Festland-China verkauften iPhones sind es nur bestimmte Modelle, in Hongkong und Macau haben manche Modelle zwei Nano-SIM-Fächer statt eSIM. Eine Übersicht von Japan Wireless nennt für Android Pixel 4 und neuer sowie Galaxy S20 und neuer. Außerdem muss das Handy frei von einer Netzsperre sein: Fragen Sie vor dem Kauf bei Ihrem Anbieter nach.
Keine Rufnummer. Die Tarife sind Daten-Tarife. Anrufe und Nachrichten laufen über WhatsApp, Messenger und Co.; Ihre normale Nummer bleibt auf der Heimat-SIM erreichbar. Wer eine japanische Nummer braucht, etwa für Dienste, die einen SMS-Code verlangen, braucht eine andere Lösung.
Datenroaming der Heimat-SIM. Laut Japan Wireless droht Roaming-Gebühr, wenn auf der Heimat-SIM das Datenroaming eingeschaltet bleibt. Schalten Sie es dort aus und nur für die Japan-Leitung ein.
Das Profil nicht löschen. Ein eSIM-Profil lässt sich in der Regel nur einmal herunterladen. Wer es löscht, muss es beim Anbieter neu ausstellen lassen – am Flughafen kein schöner Moment.

Tunnel und Züge. Wer viel Zug fährt, liest dazu Unterwegs in Japan und Japan Rail Pass: lohnt er sich? – dort stehen Strecken und Preise. In den Shinkansen-Tunneln gibt es laut einer Vergleichsseite nur kurze Aussetzer; docomo und au hielten das Signal zwischen den Bahnhöfen am längsten.
Unlimited ist nicht grenzenlos. Über 5 GB pro Tag hinaus bleiben laut den Vergleichen nur noch 1 Mbit/s bis zum Tagesende. Für Videotelefonate und Streaming wird das knapp; ein fester Tarif mit 10 oder 20 GB ist dann die klarere Rechnung.
Ein Gesetz im Wandel. Heute verlangt Japan für reine Daten-SIMs keinen Identitätsnachweis. Ein am 29. Mai 2026 verkündetes Gesetz dehnt die Prüfung auf Daten-SIMs aus; der Starttermin kommt per Verordnung, spätestens binnen eines Jahres, und für Kurzzeitbesucher soll der Reisepass genügen. Ob es im Ausland gekaufte eSIMs im Roaming erfasst, ist laut einer Quelle offen. Schauen Sie kurz vor der Reise nach.
So installieren Sie die eSIM vor dem Abflug
- Zu Hause, im WLAN: QR-Code oder Link aus der Bestellung öffnen, das Profil in den Einstellungen unter „Mobilfunk“ bzw. „SIM“ hinzufügen und „Japan“ nennen.
- Ausgeschaltet lassen: Die Japan-Leitung bleibt bis zur Landung aus; die Heimat-SIM behält Anrufe und Nachrichten.
- Nach der Landung: Leitung einschalten, Datenroaming nur für sie aktivieren, mobile Daten auf sie umstellen.
- Kurz prüfen: Karte öffnen, ein Foto senden; die Bestellbestätigung für den Kundendienst aufbewahren.
Vor dem Bezahlen: die Prüfungen
Fünf Fragen, fünf Minuten:
- Passt mein Handy? eSIM-fähig, ohne Netzsperre.
- Welches Netz? Führt die Route abseits der Städte, vor dem Zahlen nachfragen.
- Wie viel, wie lange? GB, Tage und der Beginn der Laufzeit.
- Hotspot erlaubt? Wichtig für Laptop oder geteilte Leitung.
- Währung und Endpreis? Dollar oder Euro, und was abgebucht wird.
Wann eine andere Lösung besser ist

Führt Ihre Reise in die Japanischen Alpen, auf den Kumano Kodo, ins Landesinnere von Hokkaido oder auf entlegene Inseln, ist docomo die sicherere Wahl: Opensignal misst für docomo die größte Abdeckung in besiedelten Gebieten, und die Vergleichsseiten nennen das Netz auch abseits davon am stärksten. Dann passt entweder Pocket-WiFi im docomo-Netz, wie das von Sakura Mobile in der Tabelle, oder eine eSIM, die docomo im Tarifblatt ausdrücklich nennt. Brauchen Sie eine japanische Nummer, ist eine reine Daten-eSIM ohnehin nicht die richtige Wahl. Bleiben Sie länger als 30 Tage, brauchen Sie einen zweiten Tarif, denn die Saily-Tarife laufen höchstens 30 Tage. Und zu viert lohnt der Vergleich: vier eSIMs gegen ein gemeinsames Pocket-WiFi, das allerdings alle an ein Gerät bindet.
Kostenloses WLAN ergänzt das gut: Das Fremdenverkehrsamt JNTO nennt drei Apps mit 138.000, 200.000 und 400.000 Zugangspunkten. Als alleinige Lösung genügt es unterwegs nicht.
Bleibt Ihre Route dagegen in den Städten und an der Shinkansen-Strecke, ist die Rechnung einfach: eine Daten-eSIM mit 5 oder 10 GB für 30 Tage, zu Hause installiert, bei der Landung eingeschaltet. Die Japan-Tarife von Saily sind eine der Möglichkeiten dafür; prüfen Sie Netz und Preis auf der Bestellseite, bevor Sie bezahlen. Und wann sich die Reise selbst am meisten lohnt, steht im Artikel zur besten Reisezeit für Japan.



