Reiseplanung

Mauritius in 7 Tagen: die perfekte Rundreise

Vom Moris-Insider-Team·30/06/2026·7 Min. Lesezeit

Eine Woche Mauritius reicht erstaunlich weit. Die Insel ist nur rund 65 Kilometer lang, und doch wechseln Landschaft, Klima und Stimmung von Region zu Region komplett. Mit der richtigen Route erlebst du in sieben Tagen das Beste aus Norden, Westen, Süden und Osten, ohne dich im Auto zu verlieren.

Diese Mauritius Rundreise über 7 Tage ist Tag für Tag und Region für Region aufgebaut. Sie verbindet echte, lohnende Orte mit realistischen Fahrzeiten und ein paar Insider-Hinweisen, die deinen Aufenthalt entspannter machen. Du kannst die Reihenfolge anpassen, je nachdem, wo dein Hotel liegt.

⚠️ Gut zu wissen: In Mauritius wird links gefahren, und viele Strecken führen über kurvige Landstraßen statt Autobahn. Plane immer einen Zeitpuffer ein und rechne mit deutlich längeren Fahrten als die reine Kilometerzahl vermuten lässt.

Tag 1. Der Norden: Grand Baie, Pereybère und Cap Malheureux

Der Norden ist der lebendigste Teil der Insel und ein perfekter, sanfter Einstieg nach der Anreise. Grand Baie ist das Herz der Region, mit Restaurants, Boutiquen und einer geschützten Bucht. Gleich nebenan lädt der kleine Strand von Pereybère zum ersten Bad in der Lagune ein. Beende den Tag in Cap Malheureux, dem nördlichsten Punkt, mit Blick auf die berühmte rotgedeckte Kirche und die vorgelagerten Inseln Coin de Mire und Île Plate.

Insider-Tipp: Komm am ersten Tag ruhig an, vermeide lange Fahrten und nimm dir Zeit, dich an die Insel zu gewöhnen. Den Sonnenuntergang genießt du im Norden am schönsten von der Küste bei Cap Malheureux.

Tag 2. Norden und Zentrum: Pamplemousses und Port Louis

Starte den Tag im Botanischen Garten von Pamplemousses (offiziell Sir Seewoosagur Ramgoolam Botanical Garden), einem der ältesten tropischen Gärten der südlichen Hemisphäre. Die riesigen Seerosen, die Talipot-Palmen und der Gewürzgarten sind ein ruhiger, grüner Kontrast zum Strand. Fahre danach in die Hauptstadt Port Louis: Schlendere über den lebhaften Zentralmarkt mit seinen Gewürzen und Früchten, und lass den Tag an der modernen Caudan Waterfront am Hafen ausklingen.

Insider-Tipp: Besuche Port Louis unter der Woche und vormittags, wenn der Markt am lebendigsten ist. An Wochenenden und Feiertagen ist vieles im Zentrum geschlossen, und der Verkehr in der Stadt kann zäh werden.
Mauritius in 7 Tagen: die perfekte Rundreise

Tag 3. Der Westen: Tamarin, Black River und Sonnenuntergang

Der Westen ist trockener, dramatischer und bekannt für seine Sonnenuntergänge. Tamarin ist ein entspanntes Surfer- und Fischerdorf mit weitem Strand. Von Black River (Rivière Noire) aus starten viele Bootstouren, und mit etwas Glück lassen sich vor der Küste Delfine beobachten. Reserviere den Abend für einen Sonnenuntergang über dem Indischen Ozean, der hier wegen der offenen Westlage besonders intensiv ausfällt.

Insider-Tipp: Bootsausflüge zu den Delfinen finden früh am Morgen statt, wenn das Meer ruhig ist. Prüfe vorher Wind und Seegang, denn an windigen Tagen wird die Fahrt unangenehm und die Sicht schlechter.

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Tag 4. Der Südwesten: Chamarel, Black River Gorges und Le Morne

Dieser Tag gehört dem spektakulärsten Landesinneren. In Chamarel warten die Siebenfarbige Erde mit ihren wellenartigen Dünen in Rot-, Braun- und Violetttönen sowie der nahe Chamarel-Wasserfall, einer der höchsten der Insel. Weiter geht es zu den Aussichtspunkten im Black River Gorges Nationalpark, dem grünen, bewaldeten Herzen von Mauritius. Zum Abschluss erreichst du die Halbinsel Le Morne mit ihrem markanten Basaltberg, einem UNESCO-Welterbe und einem der schönsten Strände der Insel.

Insider-Tipp: Fahr die Höhenstraßen am Vormittag, bevor sich am Nachmittag Wolken über den Bergen sammeln. Im Hochland ist es spürbar kühler und feuchter als an der Küste, eine leichte Jacke lohnt sich.

Tag 5. Der Süden: Gris-Gris, Souillac und Mahébourg

Der wilde Süden zeigt eine ganz andere Seite von Mauritius. Bei Gris-Gris nahe Souillac bricht der offene Ozean ohne schützendes Riff direkt an den Klippen, ein eindrucksvolles, raues Schauspiel. In der Nähe lohnt der Naturpark La Vanille mit Riesenschildkröten und einer üppigen tropischen Vegetation. Beende den Tag im charmanten Küstenstädtchen Mahébourg mit seiner Geschichte, dem Markt und dem entspannten Hafenleben.

Insider-Tipp: An der Südküste gibt es an vielen Stellen kein vorgelagertes Riff, die Strömungen sind kräftig. Bleib zum Baden in den als sicher ausgewiesenen Lagunen und geh an den Klippen nicht zu nah ans Wasser.
Mauritius in 7 Tagen: die perfekte Rundreise

Tag 6. Südosten und Osten: Blue Bay, Île aux Cerfs, Belle Mare

Heute dreht sich alles um die Lagune. Blue Bay ist ein Meeresschutzgebiet mit glasklarem Wasser und gilt als einer der besten Schnorchelspots der Insel. Von der Ostküste aus setzt du zur beliebten Insel Île aux Cerfs über, mit ihren weißen Sandstränden und türkisem Wasser. Nördlich davon erstreckt sich Belle Mare, ein langer, ruhiger Traumstrand, ideal für einen entspannten Ausklang.

Insider-Tipp: Île aux Cerfs ist am Wochenende und in der Hochsaison sehr voll. Fahr früh hin und unter der Woche, dann hast du die Strände am ehesten für dich. Beim Schnorcheln in Blue Bay schützt du die Korallen, indem du nicht auf ihnen stehst.

Tag 7. Entspannen und Abreise

Der letzte Tag gehört dir. Nutz den Morgen für ein letztes Bad in der Lagune, ein Frühstück mit Blick aufs Meer oder einen ruhigen Spaziergang am Strand in der Nähe deines Hotels. Wenn dein Flug abends geht, kannst du je nach Lage noch einen kleinen, entspannten Stopp einbauen, etwa einen lokalen Markt oder ein Café. Plane für die Fahrt zum Flughafen SSR im Südosten ausreichend Zeit ein, besonders aus dem Norden oder Westen.

Insider-Tipp: Bewahr für den letzten Tag bewusst Zeitpuffer auf. Mit Mietwagenrückgabe, Verkehr und Check-in summiert sich mehr, als man denkt. Lieber entspannt am Gate warten als gehetzt durch die Insel fahren.

Praktische Fahrtipps für deine Rundreise

Mauritius lässt sich am freiesten mit dem Mietwagen erkunden. Denk an den Linksverkehr und gib dir gerade in den ersten Stunden Zeit, dich daran zu gewöhnen. Die Hauptstraßen sind gut, aber viele schöne Spots liegen am Ende schmaler, kurviger Nebenstraßen. Vermeide nach Möglichkeit Fahrten in der Dunkelheit, denn die Beleuchtung ist außerhalb der Städte oft spärlich. Und plane realistisch: Quer über die Insel kann eine Strecke leicht eineinhalb bis zwei Stunden dauern.

Genau hier hilft eine durchdachte Planung. Statt jeden Tag kreuz und quer zu fahren, lohnt es sich, die Stopps regionsweise zu bündeln, so wie es diese Route vorschlägt. Wer Spots, Wetter und Fahrzeiten zusammen denkt, gewinnt am Ende einen ganzen Urlaubstag zurück.

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