Maske auf, Schnorchel rein — und Mauritius verrät sein schönstes Geheimnis. Direkt unter der Lagunenoberfläche liegt eine Welt aus Korallen, Papageifischen, silbrigen Schwärmen und, mit etwas Glück, Schildkröten und Rochen. Der Haken: Man muss wissen, wo man den Kopf ins Wasser steckt — denn nicht jeder Spot ist gleich, und keiner ist an jedem Tag gleich gut.
Wir leben hier und stehen hinter Moris Insider, dem Guide und der Karte, die gemeinsam mit Mauritiern entstanden sind. Wir haben die 12 Schnorchel-Spots zusammengestellt, die sich wirklich lohnen. Manche erreichst du in drei Schritten vom Strand, andere musst du dir per Boot verdienen. Zu jedem: was du siehst, wie du hinkommst und das eine, das du übers Meer wissen musst.
Blue Bay: der Meerespark, Star des Südostens
Wenn du nur einen Spot machst, dann diesen. Der Blue Bay Marine Park, seit 1997 geschützt, umfasst über 350 Hektar im Südosten, nur zehn Autominuten vom Flughafen. Du schwimmst über Dutzende Korallenarten — darunter riesige, jahrhundertealte Hirnkorallen — und über Wolken bunter Fische im flachen Wasser. Der perfekte Ort für den Anfang. Den Park-Eingang findest du direkt auf der Karte, bevor du losfährst.
Trou aux Biches: Schildkröten und Riff in Flossenreichweite
An der Nordwestküste zieht sich Trou aux Biches als langer, weißer Sandbogen unter Kasuarinen entlang — mit einem Riff, das ungewöhnlich nah am Ufer liegt. Heißt: kein Boot nötig, um Korallen, Papageifische und kleine Rifffische zu sehen. Die Lagune ist flach, ruhig und klar, was ihn zu einem der besten Strände für den ersten Familien-Schnorchelgang macht. Auch für Schildkröten-Begegnungen ist er bekannt.
Anfahrt: bequem mit dem Auto, nördlich von Pointe aux Piments. Am besten morgens, wenn die Lagune am ruhigsten und das Licht noch weich ist.
Coin de Mire: die Bootstour im Norden
Dieser große Felsen 8 km vor der Nordküste — Coin de Mire, auch Gunner's Quoin — ist ein geschütztes Naturreservat: Betreten der Insel verboten, aber du schnorchelst in klarem Wasser um die 6 Meter Tiefe, über Korallen in deutlich besserem Zustand als in vielen Lagunen der Hauptinsel. Erreichbar per Schnellboot oder Katamaran, meist auf einer Tour, die mehrere Inselchen verbindet. Plane die Tour am besten an einem ruhigen Seetag ein.

Flat Island und Gabriel Island: die Inselchen-Lagune
Ebenfalls im Norden, rund zehn Kilometer vor der Küste, bilden Flat Island (Île Plate) und Gabriel Island ein Duo, verbunden durch eine herrliche türkise Lagune. Hier siehst du Rochen, Schildkröten und Schwärme tropischer Fische. Es ist einer der schönsten Tagesausflüge der Insel — doch die Strömung zwischen den beiden Inselchen kann stark sein, dieser Abschnitt ist nur für sichere Schwimmer.
Anfahrt: per Katamaran oder Schnellboot ab Grand Baie, oft in Kombination mit Coin de Mire. Ein ganzer Tag, am besten bei stabilem Wetter buchen.
Balaclava / Turtle Bay: das Schildkröten-Reservat
An der Nordwestküste, zwischen Port Louis und Grand Baie, schützt das Meeresreservat Balaclava — genannt Turtle Bay — seit 1997 eine geschützte Bucht. Ruhiges Wasser, Korallen und vor allem gute Chancen, über Schildkröten zu gleiten, in einer gut erhaltenen Umgebung an der Mündung des Citron-Flusses. Ein sanfter Spot, ideal, wenn das Meer anderswo aufgewühlt ist.
Was, wenn dir jeder Spot den Seegang von heute verrät?
Moris Insider vereint Dutzende vor Ort geprüfte Spots und das Meereswetter in Echtzeit — so siehst du auf einen Blick, wo das Wasser heute klar und ruhig ist. Und wo nicht.
Gratis testen →Pereybère: der einfache Spot vom Strand
Nur einen Steinwurf von Grand Baie entfernt ist Pereybère ein kleiner, praktischer öffentlicher Strand: geschützte Lagune, einfacher Einstieg ins Wasser und Korallen, ohne weit zu schwimmen. Der ideale Spot, wenn du ohne Aufwand schnorcheln willst — für Kinder wie für Anfänger. Der Nachteil: Er ist beliebt, also komm früh.
Anfahrt: mitten im Dorf Pereybère, zwischen Grand Baie und Cap Malheureux. Parkplatz und kleine Restaurants direkt hinter dem Strand.
Île aux Bénitiers und Crystal Rock: der türkise Westen
Vor der Südwestküste, in der großen Lagune von Le Morne, ist die Île aux Bénitiers ein sehr beliebter Ausflug. Schnorchelboote halten hier für hübsche Korallen und Rifffische und steuern oft Crystal Rock an — einen Block versteinerter Koralle, der in flachem, durchsichtigem Wasser steht. Hier sieht man morgens auch gelegentlich Delfine, Richtung Rivière Noire. Die Ablegestellen findest du auf der Spot-Karte.
Anfahrt: per Boot ab Le Morne oder Rivière Noire, meist als Halb- oder Ganztagestour.
Le Morne und La Prairie: Schildkröten vom Ufer
Am Fuß des Berges Le Morne im Südwesten gehören der Strand La Prairie und das Wasser vor Le Morne zu den besten vom Ufer erreichbaren Schnorchel-Spots der Insel. Die Lagune ist weit und oft grandios, und Schildkröten tauchen regelmäßig auf. Eine Gegend, die spektakuläre Kulisse und lebendigen Meeresboden verbindet. Für eine Basis in der Nähe schau, wo du im Südwesten übernachtest.

Flic en Flac: das Riff der Westküste
Der große Badeort im Westen, Flic en Flac, ist Tauchern vor allem für seine Steilwände draußen bekannt. Zum Schnorcheln bietet die Riffkante aber schöne Korallen- und Fischpassagen für alle, die in der Lagune bleiben. Sei ehrlich zu dir: Das Beste liegt hier etwas weiter draußen, dieser Spot eignet sich also vor allem für sichere Schwimmer bei ruhiger See.
Anfahrt: entlang der Westküste, bequem mit dem Auto. Wie überall auf dieser Seite bietet der späte Nachmittag herrliche Sonnenuntergänge, sobald die Maske weggelegt ist.
Belle Mare: die große Lagune des Ostens
An der Ostküste reiht Belle Mare kilometerlangen weißen Sand und eine riesige Lagune aneinander. Verzweigte Korallen und Fischschwärme siehst du direkt vom Strand, in oft sehr klarem Wasser. Weil der Osten windiger ist, ist der frühe Morgen das ideale Zeitfenster, bevor der Passatwind die Oberfläche kräuselt.
Anfahrt: zwischen Trou d'Eau Douce und dem Dorf Belle Mare, mit dem Auto. Wähle einen ruhigen Morgen für die beste Sicht.
Anse la Raie: die ruhige Ecke im Nordosten
Weniger überlaufen als die Nachbarn, bietet Anse la Raie im Nordosten eine geschützte Lagune und eine friedliche Stimmung. Eine kluge Wahl für ruhiges Schnorcheln abseits der Menge, mit sandigem Grund, gesprenkelt von Korallen. Auch bei Kitesurfern beliebt, wenn der Wind auffrischt — halte also gebührend Abstand.
Anfahrt: zwischen Cap Malheureux und Grand Gaube, mit dem Auto. Am besten morgens, wenn das Meer am glattesten ist.
Île aux Cerfs und Grand Sable: die Lagune per Katamaran
Im Osten sind Île aux Cerfs und die Lagune von Grand Sable vor allem für ihre Postkartenstrände bekannt, doch Katamaran-Touren beinhalten oft Schnorchelstopps in den Durchlässen und den lebendigsten Korallenzonen. Ein geselliger Tag, mehr „Strand und Boot" als reines Schnorcheln, aber mit schönen Unterwassermomenten, wenn du deine Tour gut wählst. Ein guter Kandidat, um einen ganzen Tag einzuplanen.
Anfahrt: Einschiffung in Trou d'Eau Douce. Buche eine Tour, die ausdrücklich Schnorchelstopps vorsieht, wenn das deine Priorität ist.
Clever schnorcheln: das Meer des Tages entscheidet alles
Merke dir vor allem eins: Am selben Tag kann der Norden spiegelglatt sein, während der Osten unter dem Passatwind kräuselt — und ein Durchlass, der morgens grandios ist, kann nachmittags gefährlich werden. Wind, Dünung und Gezeiten machen den Unterschied zwischen glasklarem Wasser und trüber, aufgewühlter Brühe. Bevor du reinspringst, prüfe immer Seegang und Wind. Und respektiere überall die Koralle: riffverträgliche Sonnencreme, nie auf Korallen stehen, Abstand zur Tierwelt halten.
Lust, die ruhigsten Küsten weiter zu erkunden? Unser Guide zu den geheimen Stränden von Mauritius passt perfekt zu dieser Auswahl. Und genau die Frage „Wo ist das Wasser heute schön?" zu beantworten, ist der Grund, warum wir Moris Insider gebaut haben: Für jeden vor Ort geprüften Spot zeigt die App die Meeresbedingungen in Echtzeit, damit du keinen Morgen an einer trüben Lagune verschwendest.
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