Unterkunft

Madeira: Wo übernachten? Norden oder Süden – so finden Sie die beste Lage

Vom Moris-Insider-Team·22. Oktober 2026·8 Min. Lesezeit

Auf Madeira ist die wichtigste Frage nicht „welches Hotel“, sondern „welche Seite der Insel“. Der Süden ist meist wärmer, trockener und sonniger. Der Norden ist grüner, ruhiger – und öfter nass. Die Insel ist klein: Von einer Unterkunft im Süden erreichen Sie jeden Teil an einem Tag. Hier sind die Orte im Vergleich, mit dem Wetter, den Fahrzeiten und der Kurtaxe, die 2026 fast überall gilt.

Die eigentliche Frage: Sonne im Süden oder Grün im Norden

Madeira ist nur etwa 57 Kilometer lang. Trotzdem hat die Insel mehrere Klimazonen. Das ist der wichtigste Punkt bei der Wahl der Unterkunft.

Der Süden ist meist wärmer, trockener und sonniger. So beschreibt es Visit Madeira, das offizielle Tourismusamt. Der Norden und die Berge sind stärker Wind und Regen ausgesetzt. Dafür ist der Norden grüner: Dort wächst der Lorbeerwald. In den Bergen gibt es oft Nebel, auch wenn am Meer die Sonne scheint.

Was heißt das für Sie? Wenn Sie im Süden wohnen, ist das Wetter vor der Tür meist besser. Wenn Sie im Norden wohnen, sind Sie näher an den grünen Wanderwegen – aber Sie wachen öfter unter Wolken auf.

📌 Gute Nachricht: Die Insel ist klein genug für eine einzige Unterkunft. Von Funchal sind es etwa 1 Stunde bis Santana im Norden und etwa 1 Stunde 15 bis Porto Moniz im Nordwesten. Die Schnellstraße VR1 an der Südküste ist 44 Kilometer lang und mautfrei.

Eine schmale Gasse mit niedrigen Häusern und grünen Fensterläden in der Altstadt Zona Velha von Funchal
Die Zona Velha, Funchals Altstadt: Restaurants, Abendleben, und flach am Meer. Photo : PESP/ Wikimedia · CC BY-SA 4.0

Funchal: die praktischste Lage

Funchal ist die Hauptstadt der Insel. Der Flughafen liegt etwa 20 Kilometer entfernt. Hier gibt es die meisten Restaurants, Geschäfte und Busverbindungen. Für eine erste Reise ohne Auto ist Funchal die einzige wirklich bequeme Wahl.

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Die Zona Velha (Altstadt) liegt am Meer und ist flach. Hier sind die Gassen mit den bemalten Türen, viele Restaurants und die Talstation der Seilbahn nach Monte. Abends ist viel los. Ideal für Paare und Kurzurlauber; weniger für Menschen mit leichtem Schlaf.

Das Zentrum rund um die Kathedrale (Sé) liegt direkt daneben, ebenfalls nah am Meer. Hier ist die Auswahl an Unterkünften am größten, und die Markthalle Mercado dos Lavradores erreichen Sie zu Fuß. Gut für alle, die abends zu Fuß essen gehen wollen, ohne mitten im Trubel zu schlafen.

Die Hotelzone im Westen (rund um das Lido) ist ruhiger. Hier gibt es Meeresschwimmbäder und eine lange Uferpromenade. Ins Zentrum geht man zu Fuß oder fährt kurz mit dem Bus.

⚠️ Achten Sie auf den Hang. Funchal ist wie ein Amphitheater an steilen Bergen gebaut. Eine Unterkunft „mit Meerblick, 1 Kilometer vom Zentrum“ liegt oft weit oben. Das bedeutet: steile Straßen zu Fuß, oder jedes Mal Taxi oder Auto. Prüfen Sie die Höhe auf der Karte, nicht nur die Entfernung.

Die Uferpromenade von Ponta do Sol mit weißen Häusern, Palmen und einem Kiesstrand
Ponta do Sol an der Südwestküste: ruhig, auf der sonnigen Seite der Insel. Photo : Paul Mannix · CC BY 2.0

Die Südküste außerhalb von Funchal: ruhiger, gleiches Wetter

Wer das sonnige Wetter des Südens will, aber nicht die Stadt, hat mehrere Orte zur Wahl:

Diese Orte sind ruhiger und oft näher am Meer als die Hotels in Funchal. Der Preis dafür: weniger Restaurants am Abend, und ohne Auto kommt man schlecht weg.

Der helle Sandstrand von Calheta an der Südwestküste Madeiras, geschützt durch eine Mole
Calheta: einer der wenigen hellen Sandstrände der Insel. Photo : Claudio Vosti · CC BY-SA 2.0

Der Norden: für Wanderer und Ruhesuchende

Der Norden ist grün, steil und still. Wer hier wohnt, wohnt mitten in der Natur. Die bekanntesten Orte:

Für wen lohnt sich der Norden? Für Wanderer, die früh auf den Wegen sein wollen, bevor die Busse aus Funchal ankommen. Für alle, die Ruhe suchen. Weniger für einen Badeurlaub: Das Wetter ist wechselhafter, und Sie fahren für fast alles mit dem Auto.

📌 Denken Sie an die Wanderwege: Seit dem 1. Januar 2026 muss man jeden offiziellen Weg (PR) vorab buchen. Mehr dazu in unserem Artikel über die schönsten Levada-Wanderungen.

Ein traditionelles dreieckiges Haus mit Strohdach und roter Tür in Santana
Santana im Norden: grün, ruhig – und nah an den Wanderwegen im Lorbeerwald. Photo : Dietmar Rabich · CC BY-SA 4.0

Die Kurtaxe 2026: fast überall 2 € – in Funchal bald 4 €

Die Kurtaxe steht nicht im Preis der Buchungsseiten. Sie wird vor Ort bezahlt. 2026 erheben 10 der 11 Gemeinden der Insel eine Taxe.

Kurtaxe auf Madeira – Stand 22. Oktober 2026 (pro Person und Nacht)
GemeindeBetragHinweis
Funchal2 €Höchstens 7 Nächte. Verdopplung auf 4 € beschlossen, Ziel Januar
Südküste (Santa Cruz, Machico, Câmara de Lobos, Ribeira Brava, Ponta do Sol, Calheta)2 €Höchstens 7 Nächte
Norden (Santana, São Vicente)2 €São Vicente seit Mai 2026
Porto MonizkeineFür 2027 geplant

Ein Beispiel: Zwei Erwachsene, sieben Nächte in Funchal, zahlen heute 28 €. Wenn die 4 € kommen, sind es 56 €. Kinder unter 13 Jahren zahlen in Funchal nicht.

Schwarze Lavafelsen und das Meer bei Porto Moniz an der Nordwestspitze Madeiras
Porto Moniz: rund 1 Stunde 15 von Funchal, die einzige Gemeinde noch ohne Kurtaxe. Photo : Diego Delso · CC BY-SA 4.0

Unser Rat, je nach Reise

Wo übernachten auf Madeira – die beste Lage für jeden Reisetyp
Ihre ReiseBeste LageWarum
Erste Reise, ohne AutoFunchalRestaurants, Busse, Ausflüge ab der Stadt
Eine Woche mit MietwagenFunchal oder SüdküsteBestes Wetter, jeder Teil der Insel an einem Tag
Ruhe und MeerPonta do Sol, Calheta, CaniçoSonnige Seite, ruhiger als die Stadt
Viel WandernSüden + 1–2 Nächte im NordenFrüh auf den Wegen im Lorbeerwald
Später FlugMachico oder CaniçoNah am Flughafen

Für eine Woche reicht eine einzige Unterkunft. Jeder Hotelwechsel kostet einen halben Tag. Wie man die Woche von einer Basis aus plant, zeigt unsere Madeira-Rundreise in einer Woche mit dem Mietwagen. Und wenn Sie den Wagen noch buchen müssen: unser Ratgeber zu Mietwagen und Maut in Portugal.

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Kurz gesagt

Wohnen Sie im Süden – in Funchal, wenn Sie Stadt und Busse wollen, in Ponta do Sol, Calheta oder Caniço, wenn Sie Ruhe suchen. Der Süden hat meist das bessere Wetter, und die ganze Insel ist von dort an einem Tag erreichbar.

Der Norden lohnt sich für ein bis zwei Nächte, wenn Sie viel wandern. Und rechnen Sie mit der Kurtaxe: 2 € pro Person und Nacht fast überall, bald 4 € in Funchal.

Moris Insider

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